Das Projekt

Was die Gemeinde plant und was es kostet – gemäss den offiziellen Unterlagen der Gemeinde.

Was geplant ist

Auf dem heutigen Schulareal soll die Schul- und Sportanlage «Am Buechberg» entstehen:

Laut Gemeinderat ist es «die grösste Einzelinvestition in der Geschichte der Gemeinde Wangen».

Was es kostet

Kosten der geplanten Anlage gemäss Botschaft des Gemeinderats
PositionCHF
Investition brutto (exkl. Teuerung)55’600’000
Erwartete Kantonsbeiträge−5’600’000
Nettobelastung der Gemeinde50’000’000
Abschreibungen pro Jahr (4 %, über 25 Jahre)2’000’000
Kalkulatorische Zinsen pro Jahr (1 %)500’000

Teuerung und zusätzliche Betriebskosten sind nicht eingerechnet. Die Kantonsbeiträge sind erst provisorisch zugesichert.

Abschreibungen und Zinsen belasten die Gemeinderechnung während 25 Jahren mit rund 2,5 Millionen Franken pro Jahr. Die Nettoschuld steigt laut Gemeinderat auf bis zu 6’300 Franken pro Kopf.

Quelle: Botschaft des Gemeinderats zum Neubau Schulanlage «Am Buechberg», 11. Juni 2026, Seiten 6, 45–47 (Quellen)

Was die Machbarkeitsstudie gerechnet hat

Bevor das heutige Projekt entstand, liess die Gemeinde 2023 acht Varianten berechnen. Eine Auswahl:

Kosten ausgewählter Varianten der Machbarkeitsstudie 2023 im Vergleich zum heutigen Projekt
VarianteMio. CHF bis 2032Mio. CHF bis 2042
Variante 1 «minimal»27,842,6
Variante 2: neue Doppelturnhalle, zusätzlicher Schulraum32,444,3
Variante 5 «maximal»: alles neu, Doppelturnhalle, ohne Tiefgarage50,756,5
Heutiges Projekt: alles neu, Dreifachturnhalle, Tiefgarage55,6

Die Studie beurteilte die Variante 2 als «kostentechnisch sehr gut», betrieblich aber «nicht optimal», und gab ihr eine ähnliche Punktzahl wie der Variante «maximal». Die Werte bis 2042 enthalten spätere Sanierungen der verbleibenden Gebäude.

Zur Einordnung: Die Zahlen der Studie sind Schätzungen (±25 %) mit Preisstand 2022/23 und enthalten Reserven und Provisorien. Das heutige Projekt ist ein verbindliches Angebot mit Preisstand Februar 2026, ohne Teuerung.

Quellen: Machbarkeitsstudie 2023 (PDF), Seiten 31–32 und 37; Botschaft (PDF), Seite 45

Wie es finanziert werden soll

Die Gemeinde kann die Investition nur zum Teil aus eigenen Mitteln bezahlen, die Verschuldung steigt. Der Gemeinderat schreibt selbst, dass die Kosten mit dem heutigen Steuerfuss von 135 % «langfristig nicht vollständig finanziert werden können».

Wie hoch der Steuerfuss steigen muss, beurteilt er unterschiedlich: im Voranschlag 2026 bis auf 175 %, in der Botschaft höchstens 150 %. Warum wir mit 175 % rechnen, erklären wir auf der Seite Steuern.

Zeitplan und Abstimmung

Quelle: Botschaft (PDF), Seite 52

Weiter: Was das für die Steuern bedeutet