Was das für die Steuern bedeutet
Ein höherer Gemeindesteuerfuss betrifft alle, die in Wangen Steuern zahlen: Familien, Rentnerinnen und Rentner, Mieter und Eigentümerinnen.
So funktioniert der Steuerfuss
Das Steueramt berechnet zuerst die einfache Steuer. Darin sind Einkommen, Vermögen, Zivilstand und Abzüge bereits berücksichtigt. Kanton, Bezirk, Gemeinde und Kirche verlangen davon je einen Prozentsatz: ihren Steuerfuss.
Gemeindesteuer = einfache Steuer × Gemeindesteuerfuss
Das Schulprojekt betrifft nur den Steuerfuss der Gemeinde.
135 %, 150 % oder 175 %?
- 135 % gilt heute (2026). Der Gemeinderat hatte 150 % beantragt, die Gemeindeversammlung beschloss 135 %.
- 150 % nennt der Gemeinderat in der Botschaft zur Schulanlage als Höchstwert für die nächsten 5–10 Jahre.
- 175 %: Eine Erhöhung «bis auf 175 %» ab 2027 kündigte derselbe Gemeinderat im Voranschlag 2026 an.
Wir rechnen mit den 175 % aus dem Voranschlag. Damit steigt die Gemeindesteuer um knapp 30 %.
Plötzlich 150 % statt 175 %?
Im Voranschlag 2026 vom Oktober 2025 schrieb der Gemeinderat, mit 150 % liessen sich höchstens rund 50 Millionen Franken Investitionen finanzieren. In der Botschaft vom Juni 2026 hält er 150 % für Investitionen von rund 56 Millionen für tragbar. Allein die Schulanlage kostet netto 50 Millionen.
Diesen Meinungswechsel können wir uns nicht erklären, und wir glauben ihn nicht. Denn bis 2035 plant der Gemeinderat weitere Investitionen:
| Bereich | Mio. CHF |
|---|---|
| Verkehr, z. B. Tempo-30-Zonen, Trottoirs, Velowege | 10,5 |
| Umweltschutz und Raumordnung, z. B. Abwasser, Seeufer | 5,4 |
| Soziale Sicherheit, z. B. Asylunterkunft | 2,0 |
| Gesundheit, Sport, Verwaltung | 2,1 |
| Total zusätzlich zur Schulanlage | 20,0 |
Zusammen mit der Schulanlage sind das rund 70 Millionen Franken. Für genau dieses Volumen nannte der Gemeinderat im Voranschlag einen Steuerfuss bis 175 %. Für die Asylunterkunft sind bereits 1,5 Millionen budgetiert. Was die Tempo-30-Zonen kosten, ist noch offen.
Quellen: Botschaft (PDF), Seiten 8, 47 und 50 (Beträge); Voranschlag 2026 (PDF), Seiten 9, 14, 15 und 51–53 (Beispiele); March-Anzeiger/Höfner Volksblatt, 2. Juli 2026
Beispiele
Jährliche Gemeindesteuer heute und bei 175 %. Ihre eigene einfache Steuer ermittelt der Steuerrechner.
| Einfache Steuer (CHF) | Heute (135 %) | Bei 175 % | Mehr pro Jahr |
|---|---|---|---|
| 1’000 | 1’350 | 1’750 | 400 |
| 2’000 | 2’700 | 3’500 | 800 |
| 3’000 | 4’050 | 5’250 | 1’200 |
| 5’000 | 6’750 | 8’750 | 2’000 |
| 10’000 | 13’500 | 17’500 | 4’000 |
Wangen im Vergleich mit March und Höfe
Steuerfüsse 2026 der zwölf Gemeinden in March und Höfe. «Gesamt» umfasst Kanton, Bezirk und Gemeinde ohne Kirchensteuer.
| Gemeinde | Steuerfuss Gemeinde | Steuerfuss gesamt | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Wollerau | 50 % | 174 % | |
| Freienbach | 50 % | 174 % | |
| Feusisberg | 55 % | 179 % | |
| Altendorf | 85 % | 225 % | |
| Lachen | 95 % | 235 % | |
| Innerthal | 110 % | 250 % | |
| Tuggen | 124 % | 264 % | |
| Galgenen | 125 % | 265 % | |
| Wangen heute | 135 % | 275 % | +40 PunkteWangen steigt um 40 Prozentpunkte auf 315 % |
| Vorderthal | 135 % | 275 % | |
| Reichenburg | 150 % | 290 % | |
| Schübelbach | 150 % | 290 % | |
| Wangen bei 175 % | 175 % | 315 % |
Heute haben in March und Höfe nur Reichenburg und Schübelbach einen höheren Steuerfuss als Wangen. Bei 175 % hätte Wangen den höchsten Steuerfuss der Region, gut 80 % mehr als Freienbach oder Wollerau.
Das gilt auch mit Kirchensteuer (röm.-kath. 345 %, evang.-ref. 329 %; heutige Höchstwerte 328 % bzw. 304 %). Annahme: Die anderen Gemeinden ändern ihre Steuerfüsse nicht.
Quelle: Steuerfusstabelle 2026, Steuerverwaltung Kanton Schwyz (PDF)
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